Die Gründungsgeschichte des Benediktinerstifts St. Stephan ist abenteuerlich:

König Ludwig I. von Bayern, gewillt, das auf Drängen der katholischen Bevölkerung 1828 von ihm errichtete Gymnasium samt Lyceum und Internat  der Leitung von Benediktinern anzuvertrauen, brauchte zu diesem Zweck erst einmal Benediktiner und ein Klostergebäude. Letzteres war bald gefunden - das ehemalige  Damenstift St. Stephan, in dem inzwischen das kgl. Monturmagazin untergebracht war.

Schwieriger als von dort das Militär auszuquartieren war es, Abt und Mönche zu finden. Ludwig I. kreierte ohne lange Verhandlungen mit Rom den ehemaligen Ottobeurer Benediktiner Barnabas Huber - inzwischen Erzieher und Bibliothekar im Hause Fugger/Babenhausen - im August 1834 zum Abt und schickte ihn mit dem Augsburger Diözesanbischof Ignaz Albert von Riegg und entsprechenden Empfehlungsschreiben durch Österreich, Mähren und die Schweiz, um aus den dortigen Klöstern Benediktinermönche wenigstens für jeweils ein paar Jahre zu erbetteln - was auch gelang.

Abt Barnabas Huber
Abt Barnabas Huber

So zogen zum Fest- und Gründungspontifikalamt am 5. November 1835 immerhin 32 Mönche, freilich aus 16 verschiedenen Klöstern, in die Stiftskirche St. Stephan ein. - Es ist ein schieres Wunder, dass das ganze Unternehmen gutging und sich im Lauf der ersten Jahrzehnte stabilisierte.

Abt Barnabas Huber, 1. Abt von St. Stephan
Abt Barnabas Huber, 1. Abt von St. Stephan
König Ludwig I. von Bayern
Bischof Ignaz Albert von Riegg
König Ludwig I. von Bayern
Abt Barnabas Huber, 1. Abt von St. Stephan
König Ludwig I. von Bayern
Bischof Ignaz Albert von Riegg
Bischof Ignaz Albert von Riegg
Abt Barnabas Huber, 1. Abt von St. Stephan
König Ludwig I. von Bayern
Bischof Ignaz Albert von Riegg