Die heutige Kirche

Pontifikalamt am Stephanusfest
Pontifikalamt am Stephanusfest

Die Abteikirche von St. Stephan, wie sie sich heute dem Besucher präsentiert, ist das Ergebnis der Neugestaltung des zunächst in den fünfziger Jahren wiedererrichteten Kirchengebäudes, das den äußeren Maßen und Formen nach dem Vorkriegsbau  nachempfunden war.
Wie die Konventgebäude trägt dieser Raum die Handschrift von Prof. Franz Bernhard Weißhaar, dem zusammen mit dem Konvent die Neugestaltung oblag; er zeichnet verantwortlich für diese in den sechziger Jahren erfolgte Gestaltung der Abteikirche, die in ihrer Schlichtheit mit dem großen Kruzifix im Chor (von Michel Erhart aus dem Jahr 1495) vor einem Steingobelin und mit der - frühchristlichen Kirchen nachempfundenen - Choranlage samt innovativem und markantem Chorgestühl viele Besucher und Beter begeistert.

Wie im Gebäudekomplex von St. Stephan die Kirche den Mittelpunkt bildet, so ist dies für unseren Alltag das Geschehen, das diesen Raum mit Leben erfüllt: das Chorgebet der Mönche, die sich viermal am Tag dort im Chorgestühl versammeln.

Der Raum ist schlicht gehalten und konzentriert die Aufmerksamkeit auf die wesentliche Achse von Altar und Kreuz samt Priestersitz in der Apsis. Täglich und insbesondere an Sonntagen und Hochfesten versammelt sich hier auch die klösterliche Gemeinschaft mit einer Feiergemeinde zur Eucharistiefeier um den Altar.
Neben dem Kruzifix finden sich darunter eine Figur des Kirchenpatrons, des Erzmartyrers Stephanus (Ende 15. Jhdt.), und an den Seiten die heiligen Benedikt und Scholastika (Ende 17. Jhdt.), die sich gegenüber stehen.
Die gotische Muttergottesfigur ist schwäbisch und stammt etwa aus dem Jahr 1510.

Hl. Benedikt, um 1680
Hl. Benedikt, um 1680
Hl. Stephanus, 15. Jh.
Gotische Marienfigur, schwäbisch um 1510
Hl. Scholastika, um 1680
Hl. Stephanus, 15. Jh.
Hl. Benedikt, um 1680
Hl. Stephanus, 15. Jh.
Gotische Marienfigur, schwäbisch um 1510
Hl. Scholastika, um 1680
Gotische Marienfigur, schwäbisch um 1510
Hl. Benedikt, um 1680
Hl. Stephanus, 15. Jh.
Gotische Marienfigur, schwäbisch um 1510
Hl. Scholastika, um 1680
Hl. Scholastika, um 1680
Hl. Benedikt, um 1680
Hl. Stephanus, 15. Jh.
Gotische Marienfigur, schwäbisch um 1510
Hl. Scholastika, um 1680

An die Kirche angrenzend finden sich andere kleinere Gottesdiensträume: die Allerheiligenkapelle, die barock ausgestattete Marienkapelle, sowie eine Unterkirche samt Gruft und Meditationsraum. Für Gebet und liturgische Feiern der unterschiedlichsten Bedürfnisse von Konvent, Schülern und Gästen steht so eine Fülle von Räumen zur Verfügung.

Allerheiligenkapelle
Allerheiligenkapelle
Marienkapelle
Krypta
Marienkapelle
Allerheiligenkapelle
Marienkapelle
Krypta
Krypta
Allerheiligenkapelle
Marienkapelle
Krypta

In diesen Räumen und im Umfeld der Kirche finden sich eine Vielzahl von Kunstwerken aus allen Epochen: vom spätantiken Sarkophag bis zum modernen Wandteppich.

Nähere Informationen zur Bau- und Ausstattungsgeschichte sowie zu den Kunstwerken finden sich im Kunst- und Kirchenführer (Neuauflage November 2010).