Konzept und Zielsetzung

Der Wert der individuellen Würde des Einzelnen in Freiheit, Toleranz und als Teil der Gemeinschaft ist das Fundament unserer Erziehung. Als pädagogische Aufgabe sehen wir  die Förderung einer soliden Lern- und Arbeitshaltung und die Heranbildung von Kommunikations- und Kritikfähigkeit . Als Einrichtung unter kirchlicher Trägerschaft ist es für uns von Bedeutung, den einzelnen Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen, in seinem Erfolg, aber auch im Misserfolg anzunehmen und ihm weiterzuhelfen.

Die schulische Betreuung

Im Tagesinternat findet die schulische Förderung in festen Lerngruppen statt. In der Studierzeit werden sowohl die Hausaufgaben erledigt als auch die einzelnen Schüler nach Bedarf und Möglichkeit schulisch gefördert.
Geregelte Strukturen und die intensive Betreuung beim Lernen und Üben sind die Voraussetzungen, um schulische Ziele zu erreichen. Dabei setzen wir bewusst nicht auf punktuelle Förderung, sondern achten vor allem auf kontinuierliches Arbeiten und Einüben.
Die Aufgabe des Präfekten (Erziehers) besteht dabei in der systematischen Einübung von Lerntechniken, der Betreuung und Kontrolle der Hausaufgaben, der Motivation und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler und der gezielten Förderung des Einzelnen, wo es möglich und nötig erscheint.

Ziel ist es, den Einzelnen zum selbstständigen und - nach seinen Möglichkeiten - erfolgreichen Arbeiten anzuleiten.

Die Pädagogik

Die Mitarbeiter sind im laufenden Schuljahr feste Bezugspersonen, damit eine von Vertrauen geprägte Beziehung entstehen kann. Die Erziehung zur Selbstverantwortung und - daraus resultierend - die Bereitschaft Verantwortung für das eigene Handeln und auch für andere zu übernehmen, steht im Vordergrund. Wir wollen vermitteln, dass sich Einsatz und Engagement für sich selbst und andere lohnt, schaffen bei den Schülerinnen und Schülern Selbstvertrauen und zeigen gleichzeitig Erfogsperspektiven auf. Altersgerechte Strukturen und Regeln sind Hilfen, um den Jugendlichen Halt und Orientierung zu vermitteln. Wichtige Erziehungsziele sind dabei für uns: Hilfsbereitschaft, gegenseitige Wertschätzung und Toleranz, die Übernahme sozialer Verantwortung, wie zum Beispiel die Bereitschaft in Diensten für die Gemeinschaft tätig zu werden. Die Vermittlung und Einübung von Sozialkompetenzen ist in unserem Haus von elementarer Wichtigkeit.

Die Zusammenarbeit mit Elternhaus und Schule

Dabei ist für uns die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus unabdingbar. Gemeinsam mit den Eltern wird die Entwicklung jedes unserer Schülerinnen und Schüler begleitet, deshalb ist der regelmässige Austausch und die gemeinsame Formulierung von Zielen von Bedeutung. Wir verstehen unseren Erziehungsansatz als familienergänzend und -unterstützend.

Auch die Zusammenarbeit mit der Schule ist für die individuelle Förderung und Entwicklung der Jugendlichen wichtig. Wir achten stets darauf, über den Leistungsstand, das Arbeits- und Sozialverhalten unserer Schülerinnen und Schüler im Klassenverband informiert zu sein. Im Austausch mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schule unterstützen und fördern wir die individuellen Möglichkeiten und Stärken der einzelnen Kinder.

Kletterei im Hof
Kletterei im Hof

Die Freizeitgestaltung
wird vor allem geprägt durch soziales, kommunikatives und kreatives Handeln. Wir legen Wert darauf, dass es Zeiten freier und individuell gestalteter Freizeit geben muss, wobei auch hier der Gedanke der Gemeinschaft und Kommunikation im Vordergrund steht. Dennoch bestehen auch Möglichkeiten sich zurückzuziehen und eher zur Ruhe zu kommen.Vielerlei Spiele im Inneren und im Außenbereich bieten vielfältige Möglichkeiten.  Die freien Zeiten können die Jugendlichen mit vielerlei Spielen abwechselungsreich gestalten und füllen. Darüber hinaus bietet das Studienseminar auch zahlreiche gelenkte und angeleitete Freizeitangebote an, deren Ziel das gemeinsame Erleben, die Selbsterfahrung, kreative und soziale Erfahrungen sind und die aufzeigen sollen, wie wertvoll und schön gemeinsame Aktivitäten sein können.